Ein Wochenende mit Lulu, Tag Drei

Ein Kaffee am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen 🙂

Sonntag, ich wache spät auf, später als Lulu, was sehr ungewöhnlich ist. Doch während ich die , vom XBox spielen, müden Knochen unter die Dusche stelle, brutzelt Lulu mir schon eine Kaffee. Das nenne ich eine gute Gastgeberin 🙂 Für Heute haben wir wenig geplant, eigentlich nur etwas spielen, einen Lippenstift für mich kaufen und natürlich später, leider, den Rückflug. So fängt der Tag wieder mit einem schönen Frühstück an nach dem wir uns dann mit der XBox beschäftigen. Die beiden haben einige Sportspiele und scheinbar kann man die auch auf weiter Entfernung gemeinsam spielen. Wäre vielleicht ein Grund sich eine Spielekonsole zuzulegen. Lulu verschwand zwischendurch und bereitete das Mittagessen vor. Heute wurde gesündigt, es gab Rinderbraten mit Kartoffeln und Rosenkohl. Aber wir durften ja, laut Anzeige im Spiel haben wir die eine oder andere Handvoll Kalorien verbraucht. Der Tag vergeht wie im Fluge, wir lassen die letzten beiden Tage noch einmal Revue passieren und kommen zum Schluss das das wir viel Spaß hatten, alle, durch die Spiele, mehr oder weniger geschädigt, ich wieder viel lockerer geworden und Inge durchaus Strassentauglich ist. Ich denke als Frau werde ich nie 100% angesehen werden, aber eigentlich muss das auch gar nicht sein. Ich Kleide mich gut*, schminke mich recht gut*, habe ein weiches Herz*, ein freundliches Wesen*, eine schöne Stimme*, also vieles was 100% Frauen nur teilweise haben oder machen. (*) Das sagen zumindest Lulu und Bianka über mich 🙂 Die Zeit des Rückfluges naht. Ich schlüpfe also wieder in meine „männliche“ Rolle. Das Ringelshirt und die Nylonweste stammen noch immer aus der Frauenabteilung, Ebenso wie das Halstuch, die Brille ist Unisex und Stretchjeans und Schuhe stammen aus der Männerabteilung. Zuerst geht es aber noch in den nächsten Rossman… Ja, es ist Sonntag, am Bahnhof hat er aber auf, leider spielt die Ortsansässige Fussballmanschaft so das um den Bahnhof herum noch mehr Chaos herrscht als am Tag zuvor. Lulu kennt sich aber sowohl auf der Straße, wie auch in den Rossmann Regalen bestens aus und schnell finden wir einen orangefarbenen Lippenstift (MaxFactor Lipfinity 130 Luscious), passend zu meiner neuen Brille und einen in Lila (MaxFactor Lipfinity 108 Frivolous), einfach weil ich einen haben wollte und das meine Lieblingsfarbe ist. Der letzte war zu Dunkel. Lulu mochte ihn nicht und meinte er passt nicht zu mir. Da ich ich ihr voll vertraue und fast immer darauf höre was sie sagt wurde es jetzt ein heller, so das sie ihn auch akzeptieren konnte. Natürlich habe ich sie gekauft, die Verkäuferin ging aber sicher davon aus sie währen für Lulu bestimmt. Sie hat sie auch erst einmal brav angenommen, es hätte mich aber auch nicht verwundert wenn sie mir die Lippenstifte gleich, mit dem Spruch „Hier Inge, DEINE Lippenstifte“, gegeben hätte. 🙂

Stuttgart, oder etwas in der Umgebung, bei Nacht

Weiter geht es zum Flughafen, der Abschied fällt schwer, wie zwei Magneten umkreisen wir uns und wollen uns nicht trennen, aber es muss sein, der Mann vom Zoll meinte schon Lulu solle doch mitfliegen. Der Flieger ist natürlich verspätet, im Wartebereich gucke ich die Leute an und die gucken mich an. Irgendwie falle ich doch auf. Im Flieger angekommen sind die Flugbegleiterinnen ausgesprochen freundlich und die beiden Mädels/Damen wollen mich unbedingt in ihr Gespräch einbinden. Wieder steht mir ein Pappbrötchen zu, die Flugbegleiterin ließt in ihrer Liste. „Herr Mint.. Was möchten..“ Schaut mich an, „oh.. Frau Mint, was möchten sie? Käse oder Salami“ Um sie nicht weiter zu verwirren antworte ich mit „Herr ist schon richtig und Käse bitte“ Hihi, ich werde also im Männermodus schon als Frau erkannt uns so dunkel war es im Flieger gar nicht 🙂 Wieder gelandet fallen Bianka und ich uns in die Arme, es geht noch eine kleine Strecke per Auto und es gibt viel viel zu erzählen. Fazit: Ein tolles Wochenende, wir haben viel gelacht, Inge ist wieder etwas lockerer geworden und Lulu und ihr Mann sind die besten Gastgeber die man sich wünschen kann.  Achja, mein Koffer wog auf dem Hinflug 14 und auf dem Rückflug 17 Kilo ganz schön viel für drei Tage, aber gerade so ausreichend, ich hatte alles an  🙂

Ein kleines Geschenk für Bianka lag natürlich auch im Koffer