Fing’rs Nails im „Langzeittest“

Vor einiger Zeit wanderten ein paar künstliche Nägel von Fing’rs in unseren Einkaufskorb. Nachdem Biankas erste Versuche mit den beiliegenden Klebepads nicht so erfolgreich waren haben wir den passenden Nagelkleber besorgt und ich wollte einen Langzeitversuch machen.

Es stand ein langes Wochenende an, ich habe also vier Tage angepeilt. Leider hat es nicht ganz so geklappt. Aber nun der Reihe nach.

Samstag morgen:

Bei einem ersten Probelauf verwende ich klaren Nagellack um die Kunstnägel zu verkleben. Das funktioniert jedoch nicht, der Lack trocknet viel zu langsam und hat auch nicht die benötigte Klebekraft. Also das erste Fazit des Tages Nagellack als Nagelkleber zu missbrauchen funktioniert nicht.

Ich entferne den Nagellack von meine Nägeln und feile sie etwas kürzer. Gleichzeitig suche ich die passenden Größen heraus und lege sie schön der Reihenfolge nach bereit. Hier ist schon anzumerken das zwar 24 Nägel in der Packung sind, ich aber nur die 10-12 Größten gebrauchen kann. Auch sind die Nägel meiner rechten Hand breiter, so das sie besonders für den Daumen schon etwas zu schmal sind.
Es folgt die Reinigung meiner Nägel mit dem beiliegenden Reinigungspad um dann die Kunstnägel mit einem Tropfen des Klebers zu versorgen. Es sieht aus und riecht wie Sekundenkleber, da Cyanacrylat enthalten ist wird es wohl auch nichts anderes sein. Mit dem Pinsel des Fläschchens lässt er sich aber gut verteilen. Der Kunstnagel wird dann von hinten auf den Nagel angesetzt, kurz angedrückt und klebt sofort.
Als Rechtshänder fange ich natürlich bei der linken Hand an, was das kleben der rechten Hand umso schwerer macht. Ein kleiner Tipp zwischendurch: Rechtshänder fangen besser an der rechten Hand an 🙂
Nachdem alle Finger verziert waren entfernte ich die Klebehilfen und feilte die Nägel sauber. Soweit sieht es sehr gut aus, an meinem linken Zeigefinger habe ich einen zu großen Nagel erwischt und am rechten Daumen und Ringfinger etwas zu kleine. Wenn man die aber etwas genauer mittig klebt würde das sicher kaum auffallen.

So verbringe ich nun den Tag ganz normal, etwas Hausarbeit, schreiben am PC, schminken, umziehen… macht Ihnen nichts aus. Sie halten, behindern mich etwas, ich bin es nicht gewohnt solch lange Nägel zu haben. Besonders schwer war es den Touchscreen des Handys zu benutzen. Lulu, mit der ich im Normalfall den ganzen Tag Nachrichten austausche war sehr amüsiert.

Frisch geklebt

Der erste Härtetest, das Abschminken. Eigentlich kein Problem, inzwischen hatte ich mich auch an die Länge einigermaßen gewöhnt und die Reiniger, das Wasser scheint nichts auszumachen. Allerdings später, beim Fernsehen, spiele ich an einem Nagel herum und er hebt sich auf einer Seite ab. Es ist der Daumennagel der rechten Hand, so wie er aussah, war es aber wohl ein Klebefehler durch eine art Luftblase. Der versuch in halb-seitig mit etwas Kleber wieder zu fixieren ging schief, so das ich ihn komplett entfernt habe und nach einer kleinen Reinigung mit Nagellackentferner wieder neu aufgeklebt habe.
So ging mein erster Tag mit langen Nails zu ende.

Sonntag:
Der erste Blick nach dem aufwachen galt den Nägeln, aller waren noch dran und sahen genauso gut aus wie am Tag vorher. Es folgte das übliche, Dusche, Makeup, anziehen, Frühstück… alles kein Problem. Die Nägel halten. Am Ende des Tages sah man allerdings das sie schon etwas gelitten hatten. In der Spitze war die eine oder andere Macke und man sah leichte Knickspuren (diese weißen Ränder wenn man transparenten Kunststoff knickt). Ich nahm mir also vor sie am nächsten Tag etwas nachzuarbeiten.

Montag:
Es sind noch alle dran und eigentlich sehen sie auch noch gut aus, aber ich will ja etwas mit ihnen spielen. Zuerst feile ich sie etwas runter, und wie Lulu bemerkte habe ich es etwas übertrieben und ihnen eine Männerform verpasst. Also beim nächsten mal besser aufpassen. Nun waren sie aber auch kaum länger als meine echten Nägel und sie störten mich gar nicht mehr 🙂 Jetzt noch etwas Nagellack, ich hatte mir kürzlich den neuen GelLook Nagellack von P2 gegönnt. Einmal auftragen und es sieht perfekt aus, jetzt erstrahlen die Nails in einem schönen Rot. Nun sieht man auch die Klebekanten nicht mehr so das es jetzt sogar noch besser aussieht.

Montag Mittag:

Die Kaffeemaschine will gereinigt werden und ich mache mich an die Arbeit, die künstlichen Nägel sind inzwischen so mit mir verwachsen das ich nicht mehr an sie Denke. Leider verträgt sich der Kleber aber wohl nicht mit der Kombination aus heißem Wasser, Spülmittel und Entkalker. Als ich in den tiefen der Kaffeemaschine herumpule springt mir der Nagel des rechten Zeigefingers entgegnen. Kurze Zeit später ein zweiter. Nun kann ich einfach vorne unter den Kunstnagel fahren und einer nach dem anderen springt problemlos ab 🙁
So kann ich aber alle recht einfach entfernen und es bleibt nur etwas des Klebers auf dem Nagel zurück. Der zeigt sich aber besonders Hartnäckig, mit einer Mischung aus Nagellackentferner und feilen der groben stellen bekomme ich ihn aber zu 90% runter. Die Nägel sehen jetzt schon etwas ramponiert aus, jeden Tag sollte man das nicht machen. Ich pflege sie etwas mit Nagellöl und später mit einer Aufbaugrundierung mit Calzium von P2.

 

Fazit:
Gelegentlich kann man sie sicher benutzen, wenn man sich vom stehenden Wasser fernhält halten sie sicher auch gut. Vier Tage habe ich zwar nicht erreicht aber ich hätte zum spülen auch Handschuhe anziehen können. Ich denke zu besonderen Anlässen werde ich mir mal wieder welche gönnen. Für den Alltag sind sie aber eher nicht geeignet. So waren es nur 2 1/2 Tage die ich sie getragen habe, aber der Wunsch nach gepflegten langen Nägeln ist noch größer geworden 🙂

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