Mein Leben fährt Achterbahn

Hallo, ich hoffe ihr habt mich etwas vermisst. In den letzten Wochen fehlte mir etwas die Muse um neue Artikel zu schreiben. Ich möchte euch aber doch weiter auf dem laufenden halten und daher gibt es heute einen Sammelpost.

Blogfaul

Kürzlich habe ich bei Tanja einen Artikel gefunden der irgendwie auch meine momentane Einstellung zu meinem Blog beschreibt. Hier geht es zu ihrem Artikel: https://www.tanjaswelt.at/sorry-mein-leben-ist-nicht-spannend/

Bei mir ist aber so viel passiert und doch hatte ich so wenig Lust darüber zu schreiben. Ich bin aber guter Hoffnung das sich das wieder bessert. Ich habe schon wieder ein paar Beiträge in Arbeit.

Januar und Februar

Im Januar und Februar bestimmte die Sorge um Alexandras Eltern unser leben. So pendelten wir die 500km zwischen unserem zuhause und der alten Heimat hin und her. Leider endete das ganze schlecht für beide, so das nach der Sorge die Planung der Wohnungsauflösung und alles drumherum unsere Zeit auffraß. Das Thema ist nun aber erledigt.

Begleitende Therapie

Bei unserer letzten Sitzung eröffnete die Therapeutin mir das sie ihren Kassensitz zum dritten Quartal aufgibt und ich mir einen neuen Therapieplatz suchen sollte. Genau so etwas wollte ich jetzt, kurz vor der Hormontherapie und wenige Monate bevor ich die 18 voll habe hören 🙁 . Das warf mich erstmal wieder in ein tiefes Loch, aus dem ich kurz vorher erst wieder heraus gekrochen war.

Sie kann dann nicht mehr mit der Krankenkasse direkt abrechnen und es gibt zwei Möglichkeiten für mich. Ich spreche mit der Krankenkasse wegen einer Kostenübernahme, werde also als Privatpatientin weiter behandelt oder ich suche mir einen neuen Therapieplatz.

Ein Telefongespräch mit der Krankenkasse war recht ernüchternd aber ich konnte mir trotzdem ein lachen nicht verkneifen. Ich müsste einen komplett neuen Antrag stellen, in dem müsste ich darlegen das ich bei keinem Kassentherapeuten einen Platz gefunden habe, ich bräuchte einen Bericht von irgendeinem Arzt der die Notwendigkeit der Behandlung bestätigt und meine Therapeutin müsste einen Verlaufsbericht schreiben, einen Kostenvoranschlag und ihre Qualifikation nachweisen. Wohl gemerkt ich bin schon seit einem Jahr in einer genehmigten Therapie bei ihr.

Die nette Dame der Krankenkasse meinte dann auch in meinem Fall hört sich das Ganze etwas komisch an aber der MDK entscheidet darüber und der möchte das alles haben. Nicht zu vergessen nimmt der sich bis zu fünf Wochen Zeit für diese Entscheidung. Über einen solchen Bürokratie Blödsinn kann ich einfach nur lachen.

PlanB: Ich suche einen neuen Therapieplatz. Den fand ich zum Glück auch recht schnell bei einem ebenso erfahrenen Therapeuten in Ulm. Das heißt noch muss ich hoffen das ich die Therapie bei ihm fortführen kann, ein erstes Kennenlernen wird erst im Mai stattfinden. Bis dahin arbeite ich auch an der ersten Option.

Hormontherapie

Im Februar bekam ich die Überweisung zur Voruntersuchung zur Hormontherapie und das Glück war wieder bei mir, schon ende Februar bekam ich einen Termin beim Endokrinologen. Der Gentest wurde mir zugeschickt und zeigt das ich ein „unauffälliger männlicher Karyotyp 46 XY“ bin.
Gleichzeitig bekam die Therapeutin auch seinen Bericht und wir sprachen kurz am Telefon darüber. Der Endo mäkelt etwas an meinem Übergewicht und an meinem Blutdruck herum. Meine Leber soll ich zur Vorsicht auch untersuchen lassen. Das sind aber alles keine Gründe die gegen eine Hormontherapie sprechen. So schickte sie mir nun die notwendige Indikation per Post und im April habe ich den nächsten Termin beim Endo. Ab dann geht es wohl los.

Das Ganze läuft auch etwas Schildbürgerhaft: Die Therapeutin schreibt eine Überweisung zur Voruntersuchung. Der Endo macht die Untersuchung und schickt den Bericht an die Therapeutin, die schreibt eine Indikation zur Einleitung der HRT und mit der gehe ich wieder zum Endo und er leitet die HRT ein.
Der abschließende Satz in der Indikation lautet: „Daher kann, soweit nach Ihren Untersuchungen keinerlei internistische Gründe entgegenstehen, mit der Hormonbehandlung begonnen werden.“
Kommt es nur mir so vor als wenn man sich hier mindestens zwei Schritte und Arztbesuche sparen könnte und sie mir die Indikation gleich mit der Überweisung hätte geben können?

Names- und Personenstandänderung

Weil mein Antrag nun fast vier Wochen ohne Rückmeldung unterwegs war habe ich beim Amtsgericht angerufen. Mein Antrag ist eingegangen und liegt bei der Staatsanwaltschaft zur Überprüfung. Die gucken wohl ob ich nicht eine ganz böse bin die auf diesem Weg an einen neuen Namen kommen will. Wenn es von denen zurück ist wird es dem Richter vorgelegt und der bestellt die Gutachter. Wenn es die werden die ich mir wünsche könnte der Wechsel des Therapieplatzes doch noch von vorteil sein. Ich habe mir sowohl meine Alte, wie auch den potenziellen neuen Therapeuten gewünscht.   Auf die Frage wie lange das dauert meinte die Dame nur: „lange, sehr lange“ Sie gab mir dann aber für weitere Rückfragen schon mal mein Aktenzeichen.