Teneriffa Ausflüge in den Süden

Hallo ihr Lieben,

obwohl unser Urlaub schon wieder so lange zurück liegt will ich doch noch mal etwas zu unseren Ausflügen in den Süden und zum Wahrzeichen der Insel schreiben. An unserem Ausgangspunkt in Puerto de la Cruz lagen wir recht zentral im Norden der Insel. Aber auch wenn Teneriffa mit mehr als 2000 km2, die Größte der kanarischen Inseln ist, kann man eigentlich alles innerhalb weniger Stunden erreichen.

Teno Gebirge

An einem Tag ging es zum nördlichsten Punkt der Insel. Über die TF-5 fuhren wir zuerst nach Icod de los Vinos um uns den “Drago Milenario” den tausendjährigen Drachenbaum anzusehen. Nachdem wir hier auf der Suche nach einem Parkplatz einige male durchs Dorf gefahren sind ging es dann doch in ein Parkhaus an der Av. de Canarias. Das war aber auch Glück, von da aus gingen wir auf den Kirchplatz der Iglesia Mayor de San Marcos und hatten von dort einen tollen (kostenlosen) Blick auf den Park und den beeindruckenden Drachenbaum.

Drago Milenario Teneriffa

Weiter ging es dann die TF-42 bis nach Buenavista del Norte und von dort über die TF-455 an der Küste entlang zum Faro de Punta de Teno. Die Straße ist eine echte Küstenstrasse, links geht es steil bergauf, rechts steil bergab. Sie wird gelegentlich bis häufig wegen Steinschlag gesperrt und bei starkem Wind und Regen sollte man sie auch nicht befahren. Trotzdem war es für uns eine der schönsten Strassen der Insel. Punta de Teno ist der nord-westlichste Tei der Insel. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf La Gomera und der Steilküste mit einem weiteren Wahrzeichen der Insel: Los Gigantes.
Diverse Glassplitter am Parkplatz deuten darauf das man hier die Warnung vor Autoeinbrüchen sehr ernst nehmen muss. Von hier aus ging es wieder ein Stück zurück und über die Serpentinen der TF-436 quer durchs Teno Gebirge, hielten an jedem Ausichtspunkt, schauten uns die Masca schlucht an und landeten zum Picknick in Santiago del Teide. Von hier ging es wieder durch die Berge, über die TF-82 zurück nach Puerto del la Cruz.

Insel Rundreise

Wir wollten uns auch die Touristenhochburgen im Süden ansehen, besonders weil wir dort auch ein Hotel im Auge hatten. So ging es an einem Tag wieder auf die TF-5 und direkt über die TF-82 ins Teno Gebirge, wieder durch Santiago del Teide nach Acantilados de los Gigantes von wo aus man einen direkten Blick auf die Steilküste von Los Gigantes hat.

los gigantes

Weiter ging es dann an der Küste entlang über die TF-47. Viel zu sehen gibt es hier nicht, verbranntes Land und viele Hotels bis wir irgendwann auf das “Roca Nivaria Gran Hotel“ gestoßen sind. Letztendlich waren wir froh das es schon ausgebucht war. Um das Hotel herum gibt es nichts, nur eine kleine Einkaufsstaße und eine große Lavawüste. Achja und auf der anderen Straßenseite zwei große und lärmende Hotelbaustellen. Also fuhren wir schnell weiter.

Von hier aus aber nur noch über die “Autobahn” TF-1 weiter an den ganzen bekannten Städten wie Los Christianos, Las Americas und dem berühmt berüchtigten Siam Park vorbei. Hier reiht sich wirklich ein Hotel an das andere und wir kamen zu dem Schluss das wir hier nie Urlaub machen wollen. Interessanterweise war es hier auch bedeckt und fast kälter als im Norden. Wir machten dann noch einen kleine Abstecher über die TF-66 nach Las Galletas und weiter über die TF-1, TF-612, TF-28 zu den Pyramiden von Güimar. Den Eintrittspreis fanden wir aber sehr übertrieben so das wir direkt wieder umdrehten und über die TF-1, TF-5 wieder nach hause fuhren. Somit hatten wir die ganze Insel einmal umrundet.

Der Teide

Teneriffa ohne Besuch auf dem Teide geht natürlich nicht. Man kann bis auf 2350m bequem mit dem Auto fahren, danach geht es nur noch mit der Seilbahn weiter. Letzteres haben wir uns gespart weil es einfach zu voll war und Bianca auch etwas Höhenangst hat. Früh morgens machten wir uns auf den Weg von Porto de la Cruz, durch La Orotava und das gleichnamige Tal über die TF-21 Richtung Teide Nationalpark. Wir nutzen jeden Aussichtspunkt um uns die gewaltige Landschaft anzusehen.

Am Besucherzentrum des Parque Nacional del Teide streiften wir einige Zeit durch den Garten was meine Arme mit einem heftigen Sonnenbrand quittierten. Ich kann nur jedem mit heller Haut raten hier möglichst viel der Haut zu bedecken. Die Sonne ist auf dieser Höhe mörderisch. Weiter ging es an Bimssteinfeldern und den Roques de García, den Fingern Gottes, vorbei. Einmal rund um die Spitze des Teide und zurück über die TF 38 Richtung Santiago de Teide. Hier fuhren wir auch an den „frischen“ Lavafeldern des Pico Viego vorbei. Er ist zuletzt 1798 ausgebrochen und die Straße schlängelt sich  durch seinen Lavastrom. Man glaubt wirklich der Ausbruch sei erst gestern gewesen und traut sich kaum an den schwarzen, toten Lavafluss heran.