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Ein Hund soll unsere Familie vervollständigen

Wie schon im letzten Beitrag angedeutet wollten wir unsere kleine Familie mit einem Hund erweitern. Schnell konnten wir uns darauf einigen in welche Richtung es gehen sollte. Meine aussage “ein Schäferhund im Kleinformat” war noch etwas vage. Die genauere Definition war dann:

  • Es sollte ein Hund aus einem Tierheim sein.
  • Er sollte “Anfänger” tauglich sein.
  • Er sollte um die zwei Jahre sein, somit aus dem Flegelalter heraus.
  • Ca 50cm groß (Kniehoch) hoch, kuscheliges Fell und eine spitze Schnauze haben.

Tierheim

Wir schauten uns einige Webseiten von Tierheimen in der Umgebung an und blieben beim Tierheim Reutlingen hängen. Sie zeigen dort wirklich schöne Bilder der Tiere und schon sehr detaillierte Beschreibungen, auch vom Verhalten und der Umgänglichkeit. Schnell hatten wir den familienfreundlichen Superhund Max gefunden. Ein Traumhund ohne irgendwelche Probleme aber bei unserem Besuch war er schon vermittelt. Kein Wunder bei solch einem Superhund. Wir fragten anhand unserer Liste nach einem passenden Hund und das größte Problem war das wir einen haben wollten der Anfänger tauglich ist. Nach kurzem überlegen meinte die Dame vom Tierheim aber, wenn uńs längeres Fell nicht stört sollen an anderer Stelle nach Tarzan fragen. Wir fragten also nach und wie der Name schon vermuten lässt ist Tarzan ein Shih Tzu – Handtaschenhund 🙂 Er sah witzig aus, war dann aber eher nichts das was wir wollten.
Beim Rundgang sahen wir dann die Box von Tambo, der zwar im Moment auf Gassi Tour war aber der uns sehr gut gefiel. Tambo ist ein schwarzer Terrier Mix und ein knappes Jahr alt. In der Beschreibung stand auch noch “Frechdachs” und für “aktive Menschen”. Wir hatten zwar bedenken aber machten einen Gassi Termin mit ihm aus.

Ich muss dazu erklären wie die vermittlung im Tierheim funktioniert. Man geht zuerst mit dem Hund einige male, zu festgelegten Zeiten, Gassi. Dann darf man ihn einen Tag mit nach hause nehmen und entscheidet dann ob es passt oder nicht.

Tambo

Wir machten also mit Tambo unsere allererste Gassirunde, hatten uns zur Verstärkung eine Hundeerfahrene Freundin mitgenommen und wir waren begeistert, das war unser Traumhund. Er zog zwar kräftig an der Leine und steckte die Nase in jedes Mauseloch, war dabei aber auch total verschmust und hörte sogar schon recht gut auf uns. Wir dachten er ist richtig für uns.
Aber wieder zurück auf dem Hof des Tierheims zeigte er sich von einer anderen Seite, die Pflegerin hat uns zwar vorher gesagt, hat er keine Lust mehr beißt er in die Leine, was wir aber nur wahrgenommen haben. jetzt tat er es wirklich und wir versuchten ihn zu zweit davon abzubringen. Aber erst die Pflegerin konnte leine und Hund voneinander befreien.

Sie meinte dann zwar nicht direkt Tambo wäre nichts für uns wollte uns aber noch einen anderen vorstellen, nur das wir einen Vergleich hätten. Später gab sie dann zu das sie sich für Tambo eher eine Zukunft als Arbeitshund vorstellt und er für uns der Falsche wäre.

Evin

So lernten wir Evin kennen. Evin ist etwas größer als Tambo, schon sechs Jahre alt, macht sich lautstark bemerkbar, war sehr hibbelig und zog anfangs viel schlimmer als Tambo an der Leine.
Als wir aber den Hof verließen war er wie ausgewechselt. Kein Bellen, mäßiges ziehen, kein Sprung in jedes Mauseloch, er konnte schon Sitz und Platz, war kuschelig und lieb. Unser neuer Traumhund 🙂 Nach der kurzen Runde vereinbarten wir gleich einen Termin für die nächste Gassirunde und ließen ihn für uns vormerken.

Evins Steckbrief:

Geb. 16.04.2012, Chihuahua-Schäferhund-Mix, richtig gelesen, Evin ist eine Mischung aus Chihuahua und Schäferhund. Eine extrem unüberlegte Mischung, denn für die Mutter (Chihuahua) ist das sehr lebensgefährlich. Einzig Überlebender des Wurfes war Evin.
Nach sechs Jahren musste dieser nun ins Tierheim umziehen, da er nicht mehr alleine bleiben möchte. Evin ist mit Katzen aufgewachsen und mit allen Hunden gut verträglich. Kommandos kennt er wenige, die Hundeschule hat er auch nie besucht.
Evin fährt dafür gerne im Auto mit und liebt interessante Spaziergänge. Für den liebenswerten Kerl suchen wir eine Familie bei der er zumindest anfangs nicht alleine bleiben muss und sich körperlich und geistig auslasten kann.
Denn Evin scheint etwas unterbeschäftigt zu sein und so bellt er sehr viel meistens dann, wenn er nicht weiß, was er sonst machen.

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