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Gassirunden

Im Tierheim von Reutlingen kann man mit den Hunden zu bestimmten Zeiten Gassi gehen. Hierzu bieten sie auch extra einen Gassigeher Führerschein an. Da wir uns aber schon für Evin entschieden hatten durften wir ihn immer “vorbestellen” um eine Runde um das Tierheim zu machen.

Wir waren schon bestens mit Trinkflasche und Leckerlis ausgestattet und freuten uns bei jedem mal wenn wir ihn wieder sehen durften. Das galt auch für ihn, meistens waren die Gassihunde schon in einem Gehege eingesammelt und jedes mal klebte Evin am Gitter in unserer Richtung und ließ sich auch nicht von den anderen um ihn her springenden Hunden irritieren.

Da die Gassizeit am Nachmittag und es schon sehr warm war gingen wir meist von einer Bank zur anderen. Setzten uns eine Weile, Evin bekam etwas zu trinken und machte im Tausch für Leckerlis schon die ersten “Sitz”, “Platz” und “Bleib” Übungen. Mal mehr mal weniger gut 🙂 Schnell hatte er auch herausgefunden das in meinem Rucksack immer etwas leckeres war, so das er ihn,,wann immer sich die Gelegenheit bot, genauestes inspizierte. Dabei stellten wir auch fest das er sowohl Möhrenstücke (ohne grün) und Gurke sehr gerne annahm.

Um das Tierheim, wo jede menge Hunde liefen, gab es natürlich auch überall etwas zu schnuppern und zu markieren. Toll war es wenn er einen anderen Hund gesehen oder gerochen hat, Kopf und Rute gingen Steil nach oben, er setzte ein lächeln auf und trabte weiter. Traben ist hier das richtige Wort, wir haben noch nie einen Hund gesehen der so stolz und mit Popo wackeln läuft 🙂

Bei einem unserer Besuche hatten wir auch eine Freundin mit ihren drei Yorkies mit. Evin und die drei verstanden sich auf Anhieb, mit dem Großen hat er um die Wette markiert und an die Kleinste, die anfangs Angst vor ihm hatte ging er so sanft um das sie ihn am Ende sogar akzeptiert hat. Hierbei haben wir gemerkt das er sehr sozial eingestellt ist, er hat ein hartes, bellendes äußeres, aber einen sehr weicher Kern.

Evin ließ sich weder von Fußgängern, Joggern, noch Radfahrern oder auch Pferden irritieren. Ganz im Gegenteil als wir auf ein Pferdegespann vom nahe gelegenen Reiterhof trafen war das Pferd mehr an Evins Möhre als er an dem Pferd interessiert.

Nach einer guten Stunde mussten wir uns leider wieder trennen. Diese Trennung viel uns von mal zu mal schwerer.Eigentlich hatten wir schon bei der ersten Runde gemerkt das wir zusammen gehören, aber leider brauchten wir einige Wochen bis wir ihn endgültig zu uns holen konnten.

 

 

 

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