Artikel
0 Kommentare

Besuch im Zoo Hannover

Hallo liebe Leser,
noch einmal ein Nachtrag für das Jahr 2015. Bianka, Lulu, ihr Mann und ich hatten ende des letzten Jahres ein Wochenende in Hannover geplant, einen Tag zum Stadtbummel und den zweiten für den Zoo. Durch den milden Winter und in der Hoffnung das es noch einigermaßen warm ist haben wir ein Paket aus Hotel mit Zoobesuch gebucht.
Unser Wochenende fing also Samstag morgen früh um drei Uhr an. Wir nutzen wieder einen Parkservice da der ist selbst bei zwei Stand-tagen günstiger ist als direkt am Flughafen zu parken. Unsere Bordkarten hatten wir schon auf dem Handy und Gepäck brauchten wir nicht aufgeben so das wir um kurz nach fünf schon in der Schlange der Sicherheit waren. Ich kann nur sagen zum Glück, denn es war es so voll, so voll habe ich es selbst zu Zeiten des Streiks nicht erlebt. Nach langem anstehen, und dank perfekt vorbereiteter Zip Beutel 🙂 waren wir dann pünktlich zum boarding am Gate. Bianka war etwas aufgeregt, es war ihr erster Inland Kurzstrecken Flug. Ich als alte Häsin war natürlich voll relaxed so das ich den Flug auch mal wieder komplett verschlafen habe. Irgendwie ist das Aufheulen der Triebwerke für mich ein Schlafsignal, ich mache die Augen zu und wache meist erst bei der Landung wieder auf. Der Flug verlief problemlos und schon um kurz vor Acht waren wir in Hannover.
Wir hatten uns in den Kopf gesetzt die Stadtbahn zu benutzen und so standen wir später vor dem, entgegen meiner bisherigen Erfahrungen, verständlichen Automaten und zogen uns ein Gruppenticket. Das der dann während des Bezahlvorgangs erst einmal alle meine Münzen wieder herausgeworfen hat schiebe ich jetzt mal darauf das ich zu langsam war. Als wir ihn mit einem Schein fütterten spuckte er brav das Ticket aus.
Die Fahrt zum Bahnhof war dann trist, öde und grau. Naja, wir waren in einer Großstadt, da kann man wohl nichts anderes erwarten. Im Bahnhof angekommen beschlossen wir zum Hotel zu laufen und auf dem Weg irgendwo zu frühstücken.
Das Novotel liegt am ende der Lister Meile, die direkt hinter dem Bahnhof anfängt. Auf halbem Weg fanden wir auch einen Backshop, bei dem wir uns ein schönes Frühstück gönnten. Jetzt kam auch das erste Lebenszeichen von Lulu, sie waren auf dem Weg und wir wollten uns um zehn am Hotel treffen. Fast pünktlich kamen sie auch an, nach der herzlichen Begrüßung stellen wir unsere Koffer ab (in die Zimmer durften wir erst am Nachmittag) und machten uns auf einen Stadtbummel.
Nein, vorher stand noch ein ganz wichtiger Besuch im nachbarlichen Balsen Fabrikverkauf an. Die vollen Taschen verstauten wir dann direkt in Lulus Smart, der damit auch voll war 🙂
Jetzt ging es aber weiter, zumindest bis zum nächsten Kaffee, wo wir unter dem Heizpilz draußen saßen, einen Baileys Kaffee tranken und unsere Lieblingsbeschäftigung, dem Tratschen, nachgingen. Weiter ging es in Richtung Fußgängerzone mit den vielen vielen Geschäften, aber nur Bianka fand zwei Shirts, Lulu einen Hasi-Wohlfühl-Overall und ich ging leer aus 🙁
Inzwischen konnten wir auch Einchecken so das wir uns auf den Weg zurück machten. Das Hotel ist ein vier Sterne Business Hotel und dem entsprechend waren auch die Zimmer. Wir waren begeistert, besonders die große Regendusche hat uns allen gefallen. Am Abend machten wir uns dann wieder auf die Lister Meile um etwas zu essen. Platz fanden wir im italienischen Restaurant La Perla. Von außen eine hässliche Eckkneipe ist es innen sehr gemütlich und der Wirt ist sehr bemüht. Es war sehr voll und für jeden Gast mussten Tische verräumt werden, so gab es bei unserer Bestellung auch kleine Probleme die er mit einer kostenlosen Flasche Wein aus der Welt schaffte. Der Tag wurde inzwischen schon sehr lang, wir waren alle vier fertig und so gingen wir schnell aufs Zimmer und ließen den geplanten Abschluss Cocktail  an der Hotelbar ausfallen.
Der nächste Tag begann dann mit einem sehr guten und langen Frühstück. So gestärkt machten wir uns dann auf den Weg durch den Stadtpark zum Zoo. Im Zoo Hannover waren wir jetzt schon einige male und sind immer wieder begeistert. Natürlich haben wir viele Bilder gemacht, im Gegensatz zu unserem letzten Besuch im Hochsommer waren die Tiere auch sehr aktiv. Angefangen vom Enten jagenden Nashorn bis hin zu den Vögeln die mir fast die Kamera aus der Hand geklaut haben.
Gegen Abend machten wir uns dann mit schmerzenden Füßen auf den Weg zurück ins Hotel. Lulu und ihr Mann machten sich auf den Weg Richtung Heimat und wir vertrödelten noch etwas Zeit, da unser Flug erst um 22Uhr ging. Der Verlief dann, wie auch die restliche Heimfahrt mit dem Auto, problemlos. Am frühen Montag morgen fielen wir dann ins Bett. Zum Glück hatten wir beide noch zwei Tage Urlaub eingeplant, die brauchten wir auch um uns von dem schönen aber anstrengenden Wochenende zu erholen.
Natürlich war ich das ganze Wochenende als Inge “light” unterwegs. Nur Damenkleidung, Damensneaker und etwa MakeUp. Trotzdem wurde ich sowohl am Flughafen, wie auch im Hotel als Frau begrüßt und behandelt. 
Der Nacktscanner in Stuttgart wollte mich outen und hat meinen Schritt gelb markiert (Nein ich habe da kein Metall hängen). Die vom Bediener herbeigerufene Sicherheitsdame hat mich dann auch in dem Bereich abgetastet und spürte wohl das da etwas anderes war, natürlich keine Waffe, so lächelten wir das gemeinsam weg. Da Hotelzimmer hatte ich auf meinem männlichen Namen reserviert. Das war auch kein Problem, jedoch betonte man bei der Anrede das Herr immer sehr deutlich.
Zweimal musste ich die öffentliche Herrentoilette aufsuchen, einmal bei unserem Frühstück Samstag morgen. Ich stand am Pissoir und es kam ein Herr hinein. Sieht mich dreht sich um und schaut noch einmal auf das Männle an der Tür ob er auch richtig ist. Beim zweiten mal im Zoo, erntete ich nur die fragenden Gesichter der Anwesenden. Achja, nicht zu vergessen hat der nette italienische Wirt mich mit “Ciao Bella” und Handschlag verabschiedet 🙂
Artikel
0 Kommentare

Besuch bei Lulu

Vor einigen Wochen ging es mal wieder auf ein verlängertes Wochenende zur besten Freundin. Diesmal aber nur mit Handgepäck. Auch wenn die Sommersachen ehe leicht sind machte diese Beschränkung natürlich eine deutliche Planung nötig. Da ich inzwischen aber auch genügend Sachen habe die ich miteinander kombinieren kann war es am ende doch kein Problem.

Bei den Kosmetika habe ich mich dann bei Lulu bedient und nur das Lebensnotwendige, wie mein Make up und das Sprühwachs von SexyHair mitgenommen. Natürlich alles fein säuberlich in einem klaren Beutel verpackt. Und so erregte das Spray die meiste Aufmerksamkeit der Sicherheitsdame. Nun ja, die Dose war auch größer als man eigentlich mitnehmen darf und der Name “play dirty” assoziiert man eher nicht mit einem Haar Styling Produkt 🙂
Es lief aber Problemlos, natürlich wurde ich wieder als Frau behandelt, das rote Oversize shirt von EMP deutete aber auch sehr in diese Richtung. Eigentlich war wieder alles was ich trug aus der Frauenabteilung, schwarze Sneaker, schwarze Skinny Jeans, dunkelgraues Top, das Rote Shirt und mein dunkelgrauer Cardigan. Auch die Nase wurde durch das Joop LeBain Parfum auf die falsche/passende Fährte gelockt.

IMG-20140702-WA0006Bei Lulu angekommen gab es Ersteinmal ein langes Frühstück, bevor wir uns in den Garten legten und unserer Lieblingsbeschäftigung nachgingen. Reden, Quatschen, Cocktails trinken und gut aussehen 🙂 Die Cocktails waren natürlich Alkoholfrei, wir trinken ja nicht so früh am morgen. Zum Mittagessen hatte Lulu gefüllte Paprika mit Reis vorbereitet und nach einem kleinen Verdauungsspaziergang bei dem ich ihren absoluten Lieblingsmantel tragen durfte landeten wir wieder im Garten. Jetzt kamen auch langsam die richtigen Cocktails auf den Tisch. Lulu hatte einen besonderen Rum besorgt, bei dem es schon fast zu schade war ihn zu einem Cuba Libre zu mischen. So gingen wir, inzwischen zu dritt wieder unserer Lieblingsbeschäftigung nach.
Als es darum ging noch zum Abendessen zu fahren, mit dem Fahrrad, legten Lulus Mann und ich Veto ein. Ein Cocktail mehr ersetzte dann das Abendessen. Später, an der offenen Feuerschale mit Kaminholz wurde selbst die Kälte der Nacht erträglich auch Regen konnte uns nicht ins Haus treiben. Gegen ein Uhr legten wir dann noch ein paar Würstchen aufs offene Feuer und aßen die nach ganz Campingmanier aus der Hand. Der letzte Cocktail war dann aber wohl doch zu viel und wir mussten alle drei dringend ins Bett.

schwarzer UV-Nagellack

schwarzer UV-Nagellack

Der nächste Morgen fing dementsprechend spät an und nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns gleich ans Mittagessen. Es gab Riesenschnitzel mit Kartoffeln und Krautgemüse. Nach dem Essen widmeten wir uns meiner Füße, ich habe hier schon genau darüber berichtet. So verging der Tag auch wie im Flug und der Abend fiel an diesem Tag auch recht kurz aus.

Am Sonntag wollten wir grillen, das Wetter sah aber eher nicht danach aus. Typisch Norddeutsches Regenwetter. Aber auch nur bis Lulus Mama vorbei kam und das gute Wetter mitbrachte. Sie brachte auch Aperol und “Spritz” mit so das wir  zum grillen auch das passende Getränk hatten. Hierbei erfuhr ich auch, aus erster Hand,  die Jugendsünden von Lulu 🙂 So hatten wir auch an dem Tag wieder viel zu Quatschen und der Tag endete auch wieder recht spät.

Der nächste Tag sollte dann schon wieder der letzte sein, am Abend ging der Flieger nach hause. Entsprechend hatte ich auch mein Outfit gewählt. eher dezent, zur schwarzen Skinny Jeans ein dunkles Top und ein Netz-T-Shirt. Langsam wird dies zu meinem Flugoutfit. 🙂

Vorher wollten wir aber noch in das Waterfront Einkaufszentrum. Noch war ich ungeschminkt, so schlampig wollte Lulu mich aber nicht mitnehmen. So legte ich dann doch noch etwas Makeup, Puder, Maskara, Lidstrich und einen Lippenstift auf. Wohl wissend das ich damit auch zum ersten mal geschminkt fliegen würde. DSCN6890In der Waterfront waren sehr viele Jugendliche unterwegs, eine Gruppe die mit uns Crossdressern eher nicht umgehen kann. Jedoch gab es keinerlei Probleme, ich denke man hat mich gar nicht bemerkt.  Unser erster Weg führte uns in den Primark und auch genau so schnell wieder hinaus. Einzig ein Mitbringsel für Bianka und ihre Minion Sammlung haben wir gefunden. Einen PEZ Spender in Minion Form 🙂

Bevor wir nun in die “richtigen” Geschäfte gingen bestand Lulu darauf etwas zu essen. Aus der Erfahrung bei unserem letzten Shoppingtrip hatte sie wohl angst sonst nichts mehr zu bekommen. So ging es in die Fressecke der Waterfront und wir gönnten uns einen wirklich guten Döner. Nun wurde es aber Zeit für ein Shoppingerlebnis also gingen wir direkt nach C&A und in die Abteilung für große Größen. Die ist hier gut bestückt und so fanden wir auch schnell einige schöne Sachen, beschränkten uns dann aber nur auf eine DSCN6894handvoll Teile. Man nennt uns ja auch Zwillinge und so gab es für uns beide je ein schönes weißes Tuch und eine Orangenfarbenes  Shirt mit 3/4 Arm.
Lulu fand dann noch das perfekte Teil für mich. Ein Longtop in weiß, asymmetrisch geschnitten, crinkle (muss man nicht bügeln) und Oversize. Zusammen mit weißen Leggings war das mein Lieblingsoutfit an den warmen Tagen.

In den anderen Läden fanden wir dann noch Lulus Lieblings Nagelgel und ein blaues Oilwashed T-shirt für mich. Nach dem obligatorischen Kaffee machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Hier erregte ich wohl etwas aufsehen, nicht daran denkend das ich neben dem recht weiblichen Outfit auch noch geschminkt war besuchte ich  die Herrentoilette. Die anwesenden Herren staunten nicht schlecht als ich mich an das Becken fürs kleine Geschäft stellte. 🙂DSCN6892

Jetzt wurde es auch schon zeit das wir uns voneinander verabschieden. Wir brauchten wieder einmal sehr lange bis wir uns trennen konnten. Durch die Sicherheitsschleuse ging es diesmal ohne Gebimmel und ohne Probleme. In der Warteschlange am Gate wurde ich von einem Herren vorgelassen und eine Dame fand mich wohl sehr interessant und konnte ihre Augen nicht von mir losreißen. Der Flug, immerhin mein erster mit MakeUp verlief aber ohne besondere Vorkommnisse, den Großteil des Fluges habe ich auch verschlafen. Wochenenden bei Lulu sind anstrengend 🙂