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Teneriffa 2016

Vorbereitung und Flug

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Mein Flugoutfit, zur schwarzen Skinny Jeans gab es BlingBling Sneaker, Gürtel, Glanz T-Shirt mit Herz und mein grauer Cardigan.

Unser Sommerurlaub 2016 führte uns nach einigen Jahren mal wieder auf die Insel Teneriffa. Wieder waren wir im Norden, in Puerto de la Cruz im Hotel Tigaiga. Diesmal war es für mich aber noch etwas spannender. Schon die letzten Urlaube war ich meist als Frau aufgetreten. Diesmal, als teilgeoutete Transsexuelle, kamen natürlich nur meine Frauensachen in den Koffer. Bei der Gelegenheit verbannte ich auch gleich die Männersachen aus meinem Kleiderschrank und wie ich bemerken musste hatte ich einen Großteil der Sachen schon seit zwei Jahren nicht mehr an.
Da meine Garderobe inzwischen etwas umfangreicher ist und ich auch besser kombinieren kann, war es diesmal kein Problem das Gewichtslimit von zwanzig Kilo für den Koffer einzuhalten. Mein Flugoutfit war wieder einmal das der grauen Maus, diesmal allerdings mit Make Up und eindeutig weiblich.

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IMG-20160528-WA0002 Da ich ja orange Nägel hatte, habe ich mir am Tag vor dem Flug auch noch den passenden Lippenstift besorgt, genauer einen Manhatten Endless Stay liquid lip tint in der Farbe my Manderine und noch einen einfachen Libgloss.
Der Checkin und Flug verlief normal. Im Süden von Teneriffa gelandet, wurden wir zusammen mit einem anderen Pärchen mit einem Kleinbus in den Norden gefahren. Da sieht man schon das im Norden doch deutlich weniger los ist als im Süden, genauso wie wir es wollen.

Natürlich wurde ich während des ganzen Urlaubs als Frau behandelt und als ich an der Rezeption beim vorzeigen meines Ausweises noch einmal darauf hingewiesen habe man möge mich bitte als Inge führen, war dies auch kein Problem. Auf den extra besorgten DGTI Ergänzungsausweis konnte ich verzichten. Die Dame an der Rezeption war nicht einmal erstaunt als ich erwähnte das ich Transexuell bin, vermutlich hätte ich auch sagen können sie sollen mich Minnie Mouse nennen.

Das Hotel

Das Hotel Tigaiga ist ein kleines Familien geführtes Hotel mit gut 70 Zimmern. Es steht in Puerto de la Cruz, eigentlich mitten in der Stadt aber sehr ruhig auf einem Berg und direkt neben dem Taoro Park. Vom Park führt eine Treppe, an einem Wasserpark entlang herunter Richtung Promenade. So ist man zwar mitten in der ruhigen Natur, aber über ein paar Treppenstufen ist man in wenigen Minuten an der Promenade. Für den Rückweg empfiehlt sich allerdings ein Taxi was man sich für knapp vier Euro auch gut leisten kann.
Aber zurück zum Hotel. Wir waren vor vier Jahren schon mal dort und seither wurde viel umgebaut und renoviert. War es schon damals schön, war es jetzt noch schöner, unser Zimmer 304 sah aus wie neu, in grün gehalten, mit einem schönen Wannenbad, einem kleinem Balkon mit seitlichem Meerblick und Blick auf den Park, bzw dem Hotel eigenen subtropische Garten.
Der 7000 qm2 große Hotelgarten führt ums ganze Hotel und sie werben damit das sie mehr Palmen als Betten haben. Dazu noch unendliche viele Pflanzen die man durch eine Führung auch noch näher kennen lernen kann. Im Garten ist der auf 26 Grad beheizte Pool umgeben von Liegewiesen.  Es ist so viel Platz und kaum steht man irgendwo auf der Wiese eilt der Poolmeister schon herbei und bringt Liegen, Polster und was man sonst noch braucht.

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Speisesaal Tigaiga

Da wir wieder Halbpension gebucht hatten, bekamen wir im Speisesaal unseren festen Tisch. Dieser war fortan nur für uns reserviert und wurde am letzten Abend auch noch mit eine individuellen Sandbild zum abschied verziert. Die Bedienungen waren alle ausgesprochen freundlich und sprachen zum Großteil auch Deutsch, und selbst wenn nicht konnte man sich gut mit Ihnen verständigen. Zum Frühstück gab es ein großes Buffet, es blieben keine Wünsche offen, incl. der deutschen Brötchen und dem dunklen deutschen Brot. Das Abendessen wird als vier Gänge Menü serviert. Man kann am Abend die Gänge aus jeweils zwei Gerichten auswählen und sich zudem noch an einem großen Buffet bedienen. Jeden Abend gab es ein vegetarisches, ein Fisch und ein Fleischgericht. Daneben konnte man auch noch in einem A la Carte Restaurant essen.
DSC_5324Am Abend gab es fast immer Live Musik, da uns das aber nicht so gefällt waren wir meist auf einer der vielen Sitzmöglichkeiten im Garten und schauten uns den Sonnenuntergang an oder genossen auf dem Balkon das Schauspiel wenn pünktlich um 20Uhr ein Schwarm von Sittichen ihre Schlafplätze in den großen Palmen vor dem Hotel einnahmen.
Da wir meist den ganzen Tag mit dem Auto unterwegs waren hat es bei uns auch nicht lange gedauert bis wir ihnen gefolgt sind 🙂

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Essen,Trinken, Shoppen

Wenn ihr mich/uns anseht wisst ihr das wir gerne Essen und ich auch gerne mal einen Cocktail trinke. Das das Essen im Hotel spitze ist konntet ihr schon aus dem vorherigen Abschnitt herauslesen. Manchmal war es etwas lasch gewürzt, wohl weil der Altersdurchschnitt im Hotel doch stark an die 60 herangeht.  Meine geliebten salzigen Kartoffeln mit der “scharfen” Mojo Soße habe ich dem entsprechend nur selten gegessen. Zum Essen gab es guten und bezahlbaren Wein, meistens für uns aber nur Mineralwasser, wie sind keine Weinkenner. Danach gab es dann aber an der Bar auch mal einen alkoholfreien Fruchtcocktail für Bianka und einen Cuba Libre oder Mojito für mich. Mittags haben wir meist an einem der vielen Picknickplätze angehalten und Brot mit scharfer Chorizo Wurst gegessen.
Einmal mussten wir natürlich auch an der Promenade im Restaurant Pomodoro essen. Das Restaurant liegt direkt am Meer, unterhalb der Puente de Viento und wenn man einen Platz an der Mauer ergattert, kann man dem Rauschen der Wellen zuhören/sehen. Weiter unten an der Promenade gab es auch mal ein Eis oder meine erste spanische Sangria. Ihr werdet es nicht glauben, wir fahren seit fünf Jahren auf die Kanarischen Inseln und jetzt habe ich zum ersten mal Sangria getrunken. Da Bianka ihn nicht mochte durfte ich den halben Liter alleine trinken und war froh als ich anschließend im Taxi sitzen durfte 🙂


Da wir uns inzwischen angewöhnt haben nur die nötigsten Kosmetika  in den Koffer zu packen mussten wir gleich, nachdem wir unser schickes Renault Cabrio bekommen hatten, einkaufen. Ich liebe die spanischen Shopping Malls und auch hier hatten wir in zehn Minuten Entfernung das La Villa Centro Commercial wo wir uns mit den nötigsten Kosmetika,  Lebensmitteln und Getränke für unsere Ausflüge eindeckten.
Hier gab es natürlich auch diverse Parfümerien und man weiß ja das Parfum auf den Kanaren recht preiswert ist. Nach langem probieren fanden wir CK one summer und Eternity summer als unsere neuen Sommerdüfte. Unterm Strich waren sie nicht billiger als wenn man es hier bei Amazon bestellen würde. Aber Parfumkauf gehört für uns zum Urlaub dazu 🙂


Wir hatten bei diesem Urlaub zum ersten mal ein Cabrio als Mietwagen. Und es wird wohl auch das letzte mal gewesen sein. Am ersten Tag, als wir offen fuhren, haben wir uns beide, obwohl wir aufgepasst haben, einen Sonnenbrand geholt. So das wir an den folgenden Tagen nur noch gelegentlich offen gefahren sind.

Da ich inzwischen täglich Maskara trage und meine vorhandenen nicht wasserfest waren, habe ich mich auch danach umgesehen. Mit Hilfe einer netten Beratung auf spanisch/englisch und mit Handzeichen wurde es der Maybelinne Lash Sensational. Wie ich auf dem super Kosmetikspiegel im Hotel festgestellt habe, habe ich durchaus sehr lange Wimpern, nur etwas wenige und da bringt mir dieser Mascara sehr viel Volumen. Das Silikonbürstchen war aber etwas gewöhnungsbedürftig.

Klamottengeschäfte gibt es natürlich auch reichlich, jedoch nicht in unserer Größe 🙁 Wir fanden aber doch noch einen C&A und sowohl Bianka als auch ich fanden noch etwas schönes 🙂 Was natürlich auch nicht fehlen darf ist Schmuck aus Vulkanstein, den gibt es hier natürlich an jeder Ecke, geht man etwas Abseits der Promenade ist er auch günstig. Mir als gelegentlicher Aliexpress China Käuferin ist natürlich klar das der meist dort her kommt aber es ist immer wieder eine schöne Urlaubserinnerung wenn wir den Schmuck tragen.

Das war der erste Urlaubsbericht, weitere, mit vielen Bildern unserer Ausflüge werden folgen…

 

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Zwillingszusammentreffen das Sechste …

Oder Siebte! Egal, ich war mal wieder ein paar Tage bei Lulu. Sonntag Nachmittag brachte mich Bianca zum Flieger. Natürlich wurde ich bei der Sicherheit wieder für eine Frau gehalten, diesmal stutzte die Beamtin aber doch ein wenig. Zumal der Scanner auch meinen Schritt angezeigt hatte. Ob er gemerkt hat das da irgendetwas falsch ist? Aber am Ende wurde ich doch durchgewunken und der Flug verlief normal, die Ankunft lief normal, das Aufeinandertreffen mit Lulu und ihrem Mann lief normal.  Der Abend verlief normal mit vielen Gesprächen.

Dark Red Gel von Jolifin

Nicht normal war das mir auf dem Flug ein Nagel abgebrochen ist 🙁 Grund genug für Lulu mal wieder über meine Nude Nägel zu lästern, wir hatten aber auch schon im Vorfeld besprochen das sie mir ein paar Farbige macht. Sie geht seit einiger Zeit nicht mehr zu ihrer Nageltante und macht sie selbst Gelnägel, so hat sie inzwischen eine profimäßige Ausrüstung und kann es auch gut. Gut genug das ich sie auch an meine Nägel lasse. Sie will schon lange einen Bericht schreiben wie sie es macht, daher spare ich mir hier die Details. Aber das Endergebnis will ich euch nicht vorenthalten. Nach langer Zeit mal wieder Farbe. Dark Red mit Glitzer von Jolifin.

 

IMG-20160220-WA0000Der Rest der Woche lief wie immer, obwohl nicht ganz,  Lulus Mama hat uns  zum besten China Mann in Bremen eingeladen, hier sind wir auch wieder etwas aufgefallen aber Lulus Mama hatte da kein Problem mit. Warum auch sie kennt ihre Tochter ja schon ein paar Jahre 🙂 und mich jetzt auch ein paar Monate.

Der Rest war dann aber “normal”, wir waren Schoppen, wir haben gequatscht, gemeinsam gekocht, der eine oder andere KaffeePeng (mit Baileys) wärmte uns auf. Ich kann jetzt falschen Hasen kochen und wir haben eine Gemeinschafts Handtasche. Da ich meine mal wieder vergessen hatte, haben wir jetzt gemeinsam eine gekauft die dann gleich bei ihr bleibt. Mit neuen Spruchtassen haben wir uns auch eingedeckt und das eine oder andere Shirt war am Ende auch mehr in meinem Gepäck. Natürlich war die Woche eigentlich wieder viel zu kurz, schon am Freitag ging der Flieger wieder zurück.

 

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Fazit, alles normal, alles wie immer. Wenn wir Aufeinandertreffen vergeht die Zeit viel zu schnell, es ist nicht mehr aufregend geschminkt in die Stadt zu gehen. Niemand beachtet mich.

Obwohl, als wir beide mit rotem Lippenstift unterwegs waren erregten wir doch etwas Aufmerksamkeit. Beim Gegenversuch am nächsten Tag, ähnliches Outfit, aber nur mit leichtem Lipgloss beachtete mich niemand.

Ich muss aber auch sagen das ich mich inzwischen viel freier und relaxter in der Öffentlichkeit bewege. Vorbei sind die Zeiten in denen ich nur daran dachte mich heile auf den 6cm Pumps zu bewegen und mich hinter meiner Handtasche versteckt habe.

Heute laufe ich wieder in Sneakern herum, natürlich die schönen schlank geformten aus der Frauenabteilung, immer farblich passend zum restlichen Outfit und natürlich mit etwas Blingbling. Als 190cm Frau brauche ich keine hohen Schuhe (zumindest nicht beim shoppen 🙂 ). Die Handtasche dient jetzt auch eher ihrem eigentliche Zweck, alles das mitzunehmen was Frau so braucht.  Und wenn dann doch mal jemand aufdringlich guckt, denke ich an den Spruch auf meiner neusten Tasse:

“Wenn Jemand ein Problem mit mir hat, darf er es ruhig behalten.
Es ist ja schließlich Seins! “

Die steht jetzt in exponierter Position in meinem Büro 🙂

 

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Besuch bei Lulu

Vor einigen Wochen ging es mal wieder auf ein verlängertes Wochenende zur besten Freundin. Diesmal aber nur mit Handgepäck. Auch wenn die Sommersachen ehe leicht sind machte diese Beschränkung natürlich eine deutliche Planung nötig. Da ich inzwischen aber auch genügend Sachen habe die ich miteinander kombinieren kann war es am ende doch kein Problem.

Bei den Kosmetika habe ich mich dann bei Lulu bedient und nur das Lebensnotwendige, wie mein Make up und das Sprühwachs von SexyHair mitgenommen. Natürlich alles fein säuberlich in einem klaren Beutel verpackt. Und so erregte das Spray die meiste Aufmerksamkeit der Sicherheitsdame. Nun ja, die Dose war auch größer als man eigentlich mitnehmen darf und der Name “play dirty” assoziiert man eher nicht mit einem Haar Styling Produkt 🙂
Es lief aber Problemlos, natürlich wurde ich wieder als Frau behandelt, das rote Oversize shirt von EMP deutete aber auch sehr in diese Richtung. Eigentlich war wieder alles was ich trug aus der Frauenabteilung, schwarze Sneaker, schwarze Skinny Jeans, dunkelgraues Top, das Rote Shirt und mein dunkelgrauer Cardigan. Auch die Nase wurde durch das Joop LeBain Parfum auf die falsche/passende Fährte gelockt.

IMG-20140702-WA0006Bei Lulu angekommen gab es Ersteinmal ein langes Frühstück, bevor wir uns in den Garten legten und unserer Lieblingsbeschäftigung nachgingen. Reden, Quatschen, Cocktails trinken und gut aussehen 🙂 Die Cocktails waren natürlich Alkoholfrei, wir trinken ja nicht so früh am morgen. Zum Mittagessen hatte Lulu gefüllte Paprika mit Reis vorbereitet und nach einem kleinen Verdauungsspaziergang bei dem ich ihren absoluten Lieblingsmantel tragen durfte landeten wir wieder im Garten. Jetzt kamen auch langsam die richtigen Cocktails auf den Tisch. Lulu hatte einen besonderen Rum besorgt, bei dem es schon fast zu schade war ihn zu einem Cuba Libre zu mischen. So gingen wir, inzwischen zu dritt wieder unserer Lieblingsbeschäftigung nach.
Als es darum ging noch zum Abendessen zu fahren, mit dem Fahrrad, legten Lulus Mann und ich Veto ein. Ein Cocktail mehr ersetzte dann das Abendessen. Später, an der offenen Feuerschale mit Kaminholz wurde selbst die Kälte der Nacht erträglich auch Regen konnte uns nicht ins Haus treiben. Gegen ein Uhr legten wir dann noch ein paar Würstchen aufs offene Feuer und aßen die nach ganz Campingmanier aus der Hand. Der letzte Cocktail war dann aber wohl doch zu viel und wir mussten alle drei dringend ins Bett.

schwarzer UV-Nagellack

schwarzer UV-Nagellack

Der nächste Morgen fing dementsprechend spät an und nach einem ausgiebigen Frühstück machen wir uns gleich ans Mittagessen. Es gab Riesenschnitzel mit Kartoffeln und Krautgemüse. Nach dem Essen widmeten wir uns meiner Füße, ich habe hier schon genau darüber berichtet. So verging der Tag auch wie im Flug und der Abend fiel an diesem Tag auch recht kurz aus.

Am Sonntag wollten wir grillen, das Wetter sah aber eher nicht danach aus. Typisch Norddeutsches Regenwetter. Aber auch nur bis Lulus Mama vorbei kam und das gute Wetter mitbrachte. Sie brachte auch Aperol und “Spritz” mit so das wir  zum grillen auch das passende Getränk hatten. Hierbei erfuhr ich auch, aus erster Hand,  die Jugendsünden von Lulu 🙂 So hatten wir auch an dem Tag wieder viel zu Quatschen und der Tag endete auch wieder recht spät.

Der nächste Tag sollte dann schon wieder der letzte sein, am Abend ging der Flieger nach hause. Entsprechend hatte ich auch mein Outfit gewählt. eher dezent, zur schwarzen Skinny Jeans ein dunkles Top und ein Netz-T-Shirt. Langsam wird dies zu meinem Flugoutfit. 🙂

Vorher wollten wir aber noch in das Waterfront Einkaufszentrum. Noch war ich ungeschminkt, so schlampig wollte Lulu mich aber nicht mitnehmen. So legte ich dann doch noch etwas Makeup, Puder, Maskara, Lidstrich und einen Lippenstift auf. Wohl wissend das ich damit auch zum ersten mal geschminkt fliegen würde. DSCN6890In der Waterfront waren sehr viele Jugendliche unterwegs, eine Gruppe die mit uns Crossdressern eher nicht umgehen kann. Jedoch gab es keinerlei Probleme, ich denke man hat mich gar nicht bemerkt.  Unser erster Weg führte uns in den Primark und auch genau so schnell wieder hinaus. Einzig ein Mitbringsel für Bianka und ihre Minion Sammlung haben wir gefunden. Einen PEZ Spender in Minion Form 🙂

Bevor wir nun in die “richtigen” Geschäfte gingen bestand Lulu darauf etwas zu essen. Aus der Erfahrung bei unserem letzten Shoppingtrip hatte sie wohl angst sonst nichts mehr zu bekommen. So ging es in die Fressecke der Waterfront und wir gönnten uns einen wirklich guten Döner. Nun wurde es aber Zeit für ein Shoppingerlebnis also gingen wir direkt nach C&A und in die Abteilung für große Größen. Die ist hier gut bestückt und so fanden wir auch schnell einige schöne Sachen, beschränkten uns dann aber nur auf eine DSCN6894handvoll Teile. Man nennt uns ja auch Zwillinge und so gab es für uns beide je ein schönes weißes Tuch und eine Orangenfarbenes  Shirt mit 3/4 Arm.
Lulu fand dann noch das perfekte Teil für mich. Ein Longtop in weiß, asymmetrisch geschnitten, crinkle (muss man nicht bügeln) und Oversize. Zusammen mit weißen Leggings war das mein Lieblingsoutfit an den warmen Tagen.

In den anderen Läden fanden wir dann noch Lulus Lieblings Nagelgel und ein blaues Oilwashed T-shirt für mich. Nach dem obligatorischen Kaffee machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Hier erregte ich wohl etwas aufsehen, nicht daran denkend das ich neben dem recht weiblichen Outfit auch noch geschminkt war besuchte ich  die Herrentoilette. Die anwesenden Herren staunten nicht schlecht als ich mich an das Becken fürs kleine Geschäft stellte. 🙂DSCN6892

Jetzt wurde es auch schon zeit das wir uns voneinander verabschieden. Wir brauchten wieder einmal sehr lange bis wir uns trennen konnten. Durch die Sicherheitsschleuse ging es diesmal ohne Gebimmel und ohne Probleme. In der Warteschlange am Gate wurde ich von einem Herren vorgelassen und eine Dame fand mich wohl sehr interessant und konnte ihre Augen nicht von mir losreißen. Der Flug, immerhin mein erster mit MakeUp verlief aber ohne besondere Vorkommnisse, den Großteil des Fluges habe ich auch verschlafen. Wochenenden bei Lulu sind anstrengend 🙂

 

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Urlaub auf den Kanarischen Inseln

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Eines der Outfits welches nur mit den Silikonbrüsten wirkte. Links ohne und rechts mit

Um die Urlaubsserie abzuschließen hier ein kleines Fazit. Es war ein winziger Schritt für die Menschheit aber ein Riesen Schritt für mich. Von den zehn Tagen Sommerurlaub auf Gran Canaria habe ich mehr als die Hälfte als “Frau” verbracht.

Mit der Zeit und der Routine wird es weniger Make Up, am Ende habe ich, wenn es das Outfit erlaubte sogar auf die Silikonbrüste verzichtet. War es am Anfang noch aufregend in meinen Keilpumps in den Speisesaal zu gehen und sich den Blicken von hunderten Urlaubern auszusetzen, habe ich am Ende etwas vermisst wenn niemand mich angeschaut hat. Das Personal war immer ausgesprochen freundlich.

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An der Promenade von Maspalomas

Sei es im Hotel oder auch beim Shoppen, immer freundlich ich hatte nie den Eindruck das jemand über mich lacht. Die einen oder anderen tuschelten etwas (haben wir auch gemacht :-)) Allzu aufdringliche Zeitgenossen (Herren älteren Semesters) bekamen ein freundliches lächeln, hat das nicht geholfen habe ich zurück gestarrt. Bianka meinte ich soll Autogrammkarten drucken und sie fragen ob sie ein Foto haben möchten. 🙂

Am Ende war es eine bunte Mischung aus Frauen und Männer/Unisexkleidung die ich getragen habe. Das Eigenhaar, meistens topgestylt :-).  Den einen Tag mit Männerjeans und T-Shirt wurde ich als Seniora angesprochen. Den Nächsten auf die Damentoilette verwiesen.
Im Lite Styling bin ich kaum aufgefallen und mit knallroten Lippen und Smokey Eyes war ich ein Hingucker.

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Eines meiner Lieblingsoutfits. Hier mal wieder ohne Brüste, d.H. nur meine eigenen kleinen AA 🙂

Das ging aber nicht nur mir so. Andere Damen wurden genauso angeguckt. Es ist scheinbar schon ungewöhnlich wenn man sich gut stylt und dadurch, ich muss schon sagen leider, von der Masse abhebt. Da war zum beispiel die Dame die jeden Tag mit anderen High Heels zum essen kam. Und hier konnte man wirklich von High sprechen. Natürlich immer mit passendem Outfit und Nägel und Lippenstift in der gleichen auffälligen farbe. Leuchtend orange zum beispiel. ja, ich gebe zu da habe ich auch gerne mal hingeschaut. Beruhte aber auf Gegenseitigkeit unsere Blicke trafen sich gelegentlich 🙂

Auffallend war das die Männer mir immer auf die Brüste gestarrt haben. Meine lieben Damen ich verstehe jetzt was ihr tagtäglich durchmacht und warum ihr auch gerne mal hochgeschlossenes anzieht. Dazu muss ich aber auch sagen das meine Brüste meist auf Augenhöhe der Herren waren. Ich bin keine kleine Frau 🙂

Kommen wir zum Passing. Spätestens wenn ich gesprochen habe kamen erstaunte Blicke. Ich gehe also mal davon aus das man mich eher als maskuline Frau angesehen hat. Aber egal als was man mich gesehen hat ich wurde immer freundlich behandelt. Es gab kein negatives Erlebnis, außer eins vielleicht. Am vierten Tag fragte mich Bianka “Geht heute mal wieder der Mann mit mir zum Abendessen?” Eine Frage die mich ganz weit zurückgeworfen hat. Bis dahin war sie einmal mit Inge beim Abendessen und ihre Unterstützung bis dahin ohnehin eher mäßig. Sie merkte es selbst nicht das sie Abstand von mir nahm. Ich mache mir Gedanken wie mich andere sehen, hatte gerade gemerkt das es egal ist wie ich herumlaufe und meine eigene Frau trennt mich in zwei Hälften…  und will lieber die Männliche.

Ich tat ihr den Gefallen, der Tag war für mich aber gelaufen, genauso wie der folgende. Vom Kopf her konnte ich mich nicht freimachen. Wir haben dann lange darüber gesprochen und mangels Klamotten musste ich wieder Inge werden.

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Ein Mojito bei der Abendveranstaltung 🙂 hicks

Der Morgen gestaltete sich schwierig, ich war wieder unsicher, das Makeup viel daher sehr sparsam aus. Etwas CC-Cream, ein wenig Rouge und nur ein leichter Lidstrich. In einer grauen Skinny Jenas und einfachem grauen Shirt, allerdings mit der Aufschrift “Salut Cheri Cava?” ging es zum Frühstück. Frei übersetzt heißt das wohl “Hallo Liebling, wie gehts?” 🙂 Aufgefallen bin ich nicht, es waren wohl nicht viele Franzosen vor Ort.
Insgesamt habe ich mich danach morgens dezenter gekleidet, zum Abend aber weiterhin richtig aufgebrezelt. Aber das habe ich in den vergangenen Beiträgen ja schon recht ausführlich beschrieben. Übringes nahm der Anteil der Schwulenpärchen in der zweiten Urlaubshälfte deutlich zu. Lag wohl daran das am Tag an dem wir abflogen die Gay Pride stattfand. Leider haben wir sie verpasst.Wobei das sicher auch zu viel für bianak und mich gewesen wäre.

Am Morgen des Abflugtages verwandelte ich mich wieder zurück in meine männliche Gestalt. Naja, was man so männlich nennt. Der Kofferträger war den “zwei Damen” behilflich und am Flughafenschalter wünschte man den beiden Ladies einen guten Flug. Sonst gab es nichts zu berichten, auf dem Rückflug flogen wir mit einer 747-800, die Crew war deutlich freundlicher und hinter uns schwärmten drei Herren von ihren aufregenden Erlebnissen in Playa de Ingles und ließen das halbe Flugzeug daran teilhaben 🙂

 

Promenade von Playa de Ingles,im Hintergrund die Partymeile

Die Promenade von Playa de Ingles,im Hintergrund die Partymeile

 

 

 

 

 

 

 

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palmitos park gran canaria

DSC_4237An einem Urlaubstag besuchten wir auch den Palmitospark Ein kleiner Park ca 10km von Maspalomas entfernt. Er wird mit seiner Vogel-, einer Delphinshow und seinen vielen Palmen/Pflanzen beworben. Mit unserem Leihwagen machten wir uns auf den Weg, die Beschilderung war ausreichend und zuletzt ging es auf einer Art Feldweg tief in die Pampa der Insel. Im ernst, auf dem Weg dorthin dachten wir einige male hier sind wie falsch, es war mehr ein Feldweg als das man dahinter eine Touristenattraktion vermuten würde. Irgendwann endet die Straße in einem großen Parkplatz und in einer Schlucht sieht man eine grüne Oase, den Park.
Das der Eintritspreis hoch ist wussten wir schon, jetzt wo wir vor dem Eingang standen kam kurz der Gedanke ob er nicht zu hoch ist.

DSC_4216Der Park ist schön angelegt, viel Grün, viel Wasser, viele Tiere, besonders Vögel. Eins ist mir besonders aufgefallen ein komplett weißer Pfauenhahn. In einer begehbaren Papageienvoliere  haben wir uns besonders lange aufgehalten. Die Papageien “frei” fliegen zu sehen ist einfach nur schön.

Es wurde Zeit für die Delphinshow. Über diese Shows kann man geteilter Meinung sein. Als wir unsere erste im Loro Park (Teneriffa) gesehen haben, waren wir begeistert. Man hatte das Gefühl die Tiere fühlen sich wohl. Die Becken waren riesig, sicher kein Vergleich zu ihrem normalen Lebensraum aber  man sagt sich sie kennen es nicht anders. Als wir dann auf einer Tour mit der Fancy2 (La Palma) Delphine in freier Wildbahn erlebt haben, standen uns die Tränen in den Augen. Es ist unglaublich wie toll die Tiere sind.

DSC_4519Und jetzt zurück zur Show im Palmitos Park. Es war schön ihnen zuzuschauen und man lässt sich auch irgendwie mitreißen. Die Show selbst wirkte zusammen gestückelt. Nach dem Motto wir zeigen möglichst viel in kurzer Zeit. Hier hatten wir wirklich das Gefühl die Tiere werden nur ausgebeutet. Die Becken sahen sehr klein aus, vor der Show konnte man für 20,- ein Bild mit dem Delphin machen, der legte sich brav in Pose und die Zuschauer grabschten an ihm herum. Nach der Show konnte man mit ihnen mit ihnen schwimmen, bzw. den Trainer spielen.  Fazit der Show, war ich bisher von solchen Shows begeistert, taten mir hier die Tiere Leid.

Direkt im Anschluss ging es einmal quer durch den Park zur Greif- und Exoten Vogelshow. Die war dann wieder richtig toll und ich lasse einfach die Bilder für sich sprechen. Sagte ich oben die “frei” fliegenden Papageien seien toll. Hier sind sie richtig frei geflogen und einige der Greifvögel verschwanden erst einmal einige Kilometer um dann irgendwann während der Show mal wieder über unseren Köpfen zu kreisen und sich letztendlich auch noch in der Show zu präsentieren.

 

DSC_4272Auf dem Weg nach draußen ging es dann noch durch einen Kakteengarten, dem Orchideen- und Schmetterlingshaus und einer weiteren begehbaren Voliere in der ich wieder einige Großaufnahmen von einem Pfau machte. Ein anderer mochte wohl keine Paparazis und wollte nach der Kamera schnappen. Der hatte einen großen Schnabel und nur meinen Spurtfähigkeiten verdanke ich das ich noch mit allen zehn Fingern schreiben kann 🙂

Fazit, es war schön mit einem bitteren Beigeschmack. Noch einmal würden wir uns den Park nicht ansehen.

Und was war mit Inge?

Natürlich war ich auch an diesem Tag top gestylt unterwegs und von dem löchrigen Oversize Shirt hatte ich einen leichten Sonnenbrand. Die “abdrücke” vom Shirt habe ich noch heute 🙂 Ihr seht mich also in einer weißen Leinenhose, dem schwarzen Oversize Shirt, Sandalen, schwarz lackierten Fußnägeln, etwas Schmuck und nur minimalen Make Up bestehend aus Puder und Rouge über einer CC-Cream Basis. Dazu Lidstrich, Maskara, Lippenstift und fertig. Die Unisex Brille wurde langsam zu meinem ständigen Begleiter. sie verdunkelt sich in der Sonne und war somit immer die erste Wahl wenn es nach draußen ging.

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Shoppingtour auf Gran Canaria

Ich wäre keine Shoppingqueen wenn ich nicht auch im Urlaub shoppen würde. Das an der Promenade ein Laden meinen Namen (Mint) trägt fand ich lustig, seine Auswahl war dann aber eher enttäuschend. Eigentlich nicht würdig meinen Namen zu tragen 🙁

Aber als wir uns auf den Weg in die Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria machten kamen wir an einem Riesen Shoppingcenter, einem Centro Comerzial vorbei, dem  El Mirador. Eine kurze recherche im Internet ergab. H&M, Nike Outlet, Mango, Primark und viele mehr. Also lohnt sich ein Besuch.

Noch ein Wort zur Hauptstadt. Der Besuch lohnt sich, nach meiner Meinung , überhaupt nicht. Viele hässliche Hochhäuser und zwischen drin ein paar schöne Alte. Aber ob die es wert sind sich den Stress der Großstadt auszusetzen. Immerhin ist Las Palmas de Gran Canaria mit knapp 400 Tausend Einwohner die Größte Stadt der ganzen Kanaren, wir haben uns auf jeden Fall schnell wieder verabschiedet.

Aber zurück zur Shoppingtour.  Heute war Inge im strahlenden Weiß gekleidet.   Über dem weißen Bauchwegbody trug ich ein tolles T-Shirt von Sheego, sehr großzügig geschnitten und mit schönem Love Aufdruck in Schwarz/Silber. Und weil das Shirt doch recht kurz war trug ich noch einen schwarzen Minirock, größe L aus der normalen Abteilung von H&M. Der war also wirklich Mini 🙂
IMG-20140520-WA0015Dazu dann eine weiße 3/4 Leggings und ein Halstuch, der Wind am Atlantik war teilweise ganz schön heftig. Die Handtasche habe ich nur kurz von Bianka übernommen. Das Make Up wurde schon deutlich weniger. Etwas CC-Cream, Rouge, Lidstrich , Maskara und natürlich mein roter Lippenstift.

Es ging am Flughafen vorbei einige km über die Autobahn (was man so Autobahn nennt 🙂 )  Von dort sieht man auf der rechten Seite das Las Terrazas und auf der linken Seite das El Mirador. Natürlich waren wir in beiden. Im ersten gab es diverse Outlets von Nike, Addidas und co. Auch ein Mediamarkt war dort. Alles nicht so interessant, so das wir schnell auf die andere Seite rübergefahren sind. Dort ist ein Klamottenladen neben dem anderen. Beim Blick auf die Preise tränten mir die Augen, vor Freude. Das Paradies… Wenn man Größe 36 trägt 🙁

Im Primark fand ich nichts über die englische Größe 16, bei Größe 20 könnte ich mir Gedanken machen eventuell hinein zu passen. In den meisten anderen Läden haben wir nur Oberflächlich hinein geschaut. Ein shopping Erfolgserlebnis fanden wir bei H&M. Bianka fand eine schöne luftige Tunika für den nächsten Poolbesuch und ich ein feines, elegantes, weißes Longtop, welches dann auch gleich am nächsten Abend zum Abendessen eingeweiht wurde. Hier hatte ich übrigens den Eindruck überhaupt nicht beachtet zu werden. Alle um uns herum waren mehr mit ihren Einkäufen beschäftigt.

DSCN5072Auf dem Rückweg sind wir dann noch zu einem Aussichtspunkt vor der Hauptstadt gefahren. Von hier hatte man den Blick auf die Hafeneinfahrt und eine hässliche Ölplattform.

Eine Premiere gab es hier auch. Inge war zum ersten mal auf der öffentlichen Damentoilette. War nett, aber irgendwie auch nicht so aufregend wie man sich das als Transvestit vorher ausmalt 🙂

Dazu dann auch noch eine kleine Toilettengeschichte. Nichts für schwache Nerven. Also überlegt euch gut hier weiterzulesen…

Nein nur ein Scherz, ich erzähle nur harmlose Geschichten.  Ich lag mal wieder am Pool und war dabei, ich nenne es mal, Androgyn gekleidet. Das oben gezeigte T-Shirt, dazu eine Leinenhose, Flipflops, Badehose und hinter der Sonnenbrille nur leicht geschminkte Augen.  Es plagte mich ein dringendes Bedürfnis und ich machte mich auf den Weg zum stillen Örtchen. Ich dachte mir bei meinem Outfit habe ich die freie Auswahl, da die Putzfrau aber gerade die Damentoilette reinigte ging ich auf die Männerseite. Hier kam mir ein älterer Herr entgegen und Meinte im tiefsten Schwäbischen Dialekt “Hier ist nur für Männer, für Frauen ist eine Tür weiter” Ich bedankte mich für den Hinweis und meine Stimme hat ihn dann wohl überzeugt das ich doch richtig war ..LOL..

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Wer schön sein will muss leiden und der Lack hat auch schon Kratzer 🙁

Am Abend gab es, wie an jedem Abend, eine Show, diesmal eine Art Duell zwischen zwei Sängern, der eine sang bekannte Pop, der andere Rocksongs. Das Puplikum sollte durch klatschen entscheiden wer besser ist. Dabei kam mir der Gedanke das die Sänger/Stimme bei den Popsongs absolut austauschbar sind. Bei den Rocksongs war das eher Grausam. Als er einen Song von Queen zum besten gab sind wir gegangen. Ich bin doch zu sehr Fan von Freddie Mercury um mir das anzutun. Damit will ich nicht sagen das der Sänger schlecht war. Aber seine Stimme passte einfach nicht. Man bedenke das er sich vorher auch an Joe Cocker versucht hat.

Den Rest des Abend verbrachten wir dann bei einem Glas Wasser (Ja, es muss nicht immer Alkohol sein) auf dem Balkon und schauten den Lichtern der Schiffe am Horizont hinterher.  Kurz nachdem das Hotel dann um 11 die Außenbeleuchtung ausgeschaltet hat sind wir dann auch ins Bett. Meine Füße waren dann doch etwas mitgenommen. Ich glaube ich bin kein richtiger Sandalenmensch. Aber wie heißt es so schön. Wer schön sein will muss leiden und mit getapten Zehen ging es am nächsten Tag weiter.

 

 

 

 

 

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Crossdressing in Maspalomas

Wie ihr im letzten Beitrag schon lesen konntet verbrachten wir unseren Jahresurlaub auf Gran Canaria. Und meine weibliche Seite war natürlich dabei.

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Frisch aufgebrezelt im Marmorbad

Inges erster Tag unter spanischer Sonne fing schon beim Frühstück an. Das heißt schon lange vor dem Frühstück. Das MakeUp musste perfekt werden und so habe ich lange vor dem Spiegel gestanden.

Letztendlich ist es aber mein übliches MakeUp. Eine Schicht Grundierung, Puder in zwei Farben, Lidstrich, Maskara in schwarz. Etwas Nude/Schwarz Lidschatten und die Augenbrauen in braun nachgezogen. Die Haare mit Schaumfestiger nach vorne und oben geföhnt, mit Wachs zurecht gebogen und mit Haarspray in der Form gefestigt.

Die Augenbrauen sind seit dem letzten Frisörbesuch übrigens auch gefärbt. Das und die Tatsache das meine Haare inzwischen auch einen voll weiblichen Schnitt haben, veranlasste meinen Frisör zu der Aussage das ich mir keine Gedanken mehr darum machen muss das Inge als Mann erkannt wird. Viel eher muss ich mir Gedanken machen das ich im normalen Leben als Frau erkannt werden. Ich muss sagen er hat recht, die Grenzen sind sehr verschwommen.

Aber zurück zum Urlaub und dem Outfit für den ersten Tag. Ich hatte mich extra für den Urlaub noch mit Sommerkleidung eingedeckt. Also bestand mein Outfit aus einem Longtop von Sheego. Vorne Satin mit Print und hinten einfach schwarz. Ich hatte es schon im Sommer Preview Katalog gesehen und mich gleich verliebt. Aber ich konnte mich dann doch noch bis kurz vor dem Urlaub bremsen. Leider muss ich sagen weil es jetzt die passenden roten Leggings nicht mehr gab 🙁
Ich denke aber die weißen 3/4 Leggings aus dem Fundus sind ein guter Ersatz. Unten herum gab es zu den rot lackierten Fußnägeln  offene Sandalen die ich auch frisch bei Deichmann gekauft hatte und im verlauf des Urlaubs bekam ich noch zu spüren warum man Schuhe immer einlaufen sollte. Was fehlt noch? Natürlich der Schmuck, der ist aber nicht neu, die Ohrringe hatten wir mal auf La Palma gekauft, die Kette und Armbänder bei DM.  Zuletzt die Brille, meine innen orange farbene  Nerd Brille. Passend dazu war auch der Lippenstift orange. Nach weiteren langen Minuten Kontrolle vor dem Spiegel drängte Bianka endlich zum Frühstück zu gehen. Also Los…

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Der große Pool mit Blick aufs Meer, der Poolbar und dem Faro de Maspalomas/Leuchtturm, der Kopf vorne links bin ich 🙂

Gleich vor der Zimmertür begegneten wir den Zimmermädchen und der Hausdame. Von denen kam aber nur ein “buenos días señoras” welches ich mit einem “hola” beantwortete, eines meiner wenigen spanischen Wörter. Weiter ging es in den Fahrstuhl wo wir auf ein älteres Paar trafen. Sie hat nur einmal kurz zu mir aufgeschaut, er starrte die ganze Fahrt auf meine Brüste. Ganz Gentleman lies er uns drei Damen aber den Vortritt aus dem Fahrstuhl. Weiter ging es einmal quer durch die riesige Hotelhalle. Ich dachte die ganze Zeit nur an die Worte von Lulu “Frau läuft anders, immer ein Fuß vor den anderen oder wenigstens die Füße gerade nach vorne und nicht wie ein Bauer die Fußspitzen nach außen gedreht. ” Aber trotzdem starrte mich jeder an. Zumindest hatte ich das Gefühl und nach einer kurzen innerlichen Panikattacke lächelte ich die, welche zu penetrant starrten, einfach an.
Im Essensaal wurde ich dann wieder als Frau begrüßt und die anwesenden waren mehr mit ihrem Essen beschäftigt als mit mir. Natürlich schaute hier auch der eine oder andere mal genauer hin. Man sieht ja nicht alle Tage eine 1,90m Frau die schon am frühen Morgen in voller Kriegsbemalung und Outfit herum läuft.

Den Eindruck gewann ich auch später immer mehr. Ich fiel weniger auf weil ich sofort als Mann erkannt wurde sondern weil ich oft etwas zu overdressed war.

Das Frühstück aus Spiegleiern, Brot, Brötchen, Schinken, Sekt, Orangensaft , Pancakes und Früchten schmeckte mir aber ausgezeichnet und ich erwischte mich dabei wie ich auch die Frauen um mich herum beobachtete. Natürlich besonders die, welche schön geschminkt und auch etwas overdressed waren 🙂

Also alles normal…

Nach dem Frühstück fuhren wir etwas mit dem Leihwagen durch die Gegend. Ziel sollte Porta de Mogan sein. Da dort aber Markt war und man kein Bein an die Erde brachte fuhren wir weiter in Richtung  Puerto de la Aldea wo wir einige Bilder am schönen Steinstrand machten und ich die Füße in den Atlantik steckte.

Am späten Nachmittag waren wir wieder zurück im Hotel und es sollte an den Pool gehen. Ich hatte mir schon vor langer Zeit einen Badeanzug zugelegt. Mit Bauchwegeffekt und herauszunehmende Softcups die ich damals perfekt durch meine Silikonbrüste ersetzen konnte.  Inzwischen habe ich allerdings weniger Umfang und die schweren Brüste hatten keinen richtigen halt. Ich konnte es drehen und wenden wie ich wollte, irgendwie passte der Badeanzug nicht. Also rein in die Badehose, Männer T-Shirt und Make Up runter 🙁

Am Pool fielen natürlich meine rot lackierten Fußnägel auf und es haben einige genauer geschaut, eine Dame, selbst sehr schick suchte meinen Blick und schmunzelte. Das Empfand ich als sehr positiv und schenkte ihr ein lächeln zurück.

Meine Fingernägel hatte ich übrigens noch zu hause mit einem Nude Gel aus dem Programm von Essence gel nails at home gemacht. Bis auf drei Finger hielten sie auch den ganzen Urlaub.

Zum Abendessen brezelte ich mich dann wieder richtig auf. Meine schicke rote Glitzerbrille, roter Glitzer Lippenstift, das übliche MakeUp, die Augen etwas intensiver und weil die Dame ja nicht zum Abendessen das gleiche anzieht wie zum Frühstück, trug ich eine weiße Leinenhose zum Oversize schwarzen T-Shirt, Keilpumps und den Schmuck vom Morgen. Der Weg in den Essensraum war wie am morgen, nur das jetzt noch mehr Leute starrten, aber es machte mir wenig aus. Eine Dame tuschelte ihrem Mann etwas zu der sich daraufhin zu mir umdrehte. Aber auch genauso schnell wieder zurück ging als ich ihn anlächelte. Der Kellner im Restaurant war Freundlich und es schien ihm auch Spaß zu machen uns zu bedienen. Im laufe der nächsten Tage unterhielten wir uns gelegentlich (mit Händen und Füßen) und ich hatte nicht den Eindruck das er mich auslachte.

Nach dem Essen ging es noch, nach einem Schuhwechsel, in den Garten und an die direkt hinter dem Hotel liegende Promenade. Mit einem Cuba Libre endete der Abend dann auch schnell auf dem Zimmer.

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Lulu & Inge Outdoor #3

Mittwoch, nach einem kleinen Fotokurs, bei dem ich auch mal die Lehrerin spielen konnte:-), wollten wir natürlich auch ein paar Bilder machen. So standen wir beide mal hinter und auch vor der Kamera. Am Ende erinnerten wir uns allerdings das es kaum Bilder gibt auf denen wir beide zu sehen sind. Also haben wir einige mit der Fernbedienung gemacht. Die Erklärung der Outfits spare ich mir, ihr seht es auf den Bildern. Wir tragen beide den bequemen Hauslook mit Leggings und Shirt.

Es folgte gemeinsames Kochen, dabei beschränkte ich mich aber auf das Schnibeln der Paprika. Das Rezept für Lulus Zucchini, Paprika, Hünchen Soße auf Eiernudeln findet ihr hier.
So verging der Tag wie im Flug und heute gab es auch schon einen Film im Nachmittagsprogramm den ich unbedingt sehen musste. Lulu und ihr Mann hatten ihn schon gefühlte 100 mal geschaut und kannten ihn auch auswendig:
TED” Eine Filmkomödie aus 2012, ein Junge wünscht sich das sein Teddybär lebendig wird, das wird er dann auch und sie schwören sich ewige Freundschaft. Das funktioniert auch solange sie jung sind aber im erwachsenen Alter wird Ted zu einem kiffenden und saufenden Bär. Sehenswert 🙂

Heute haben wir uns dann auch einmal erlaubt zu sündigen, neben dem Kaffee mit Schuss gab es auch noch Kuchen. Mal ganz zu schweigen von den Lakritzschnecken  die uns immer wieder anlachten. Aber um es vorweg zu nehmen, wir haben beide in der Woche nicht zugenommen 🙂

Später gab es dann noch Argo , ein Politthriller der sich mit der Geiselnahme in der amerikanischen Botschaft in Teheran im Jahr 1979 beschäftigt. Um einige geflohene und versteckte Botschaftsangehörige aus dem Land zu bringen, gründet die CIA eine Filmfirma die sich im Iran auf Drehortsuche macht und dabei die versteckten Amerikaner rettet. Der Film soll sich nahe an den damaligen Vorkommnissen anlehnen und ist aus dem Grunde auch zu empfehlen.

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Inge & Lulu Outdoor #2

Shoppingtag

Primark

Wenn Lulu und ich Aufeinandertreffen  müssen wir natürlich auch etwas shoppen. Dienstag war Shoppingtag. Ich habe schon öfters in verschiedenen Blogs von Primark gelesen. Eine englische Modekette die inzwischen auch einige Häuser in Deutschland hat wie es der Zufall so will auch in Lulus Heimatstadt. Bekannt geworden ist die Kette durch ihre kleinen Preise. Wie geschaffen für mich 🙂

DSCN4670Wir zogen also recht früh am Tag zu dritt los und fanden eine fast leere Shoppingmall vor. Unser erster Weg führte uns direkt in den Primark und ich wäre fast in den Shoppingrausch geraten, wenn da nicht eine Kleinigkeit nicht gepasst hätte. Die haben die Sachen nur bis Größe 46. Untenrum passt mir das inzwischen auch aber da habe ich mich dank Asos in der letzten Zeit gut eingedeckt. So gab es für Lulu nur eine Leggings und für mich dann doch zwei oversize Shirts in 46, eine Handtasche, ein paar Tücher und etwas Modeschmuck.

Outfit

Ach ja, was haben wir an dem Tag neben den Einkaufstüten getragen…
Lulu trug ihre Lieblings Keilboots, eine Lederhose und ein Shirt mit coolem Print. Darüber dann noch einen weit fallenden Strickmantel. Mein Outfit war ähnlich, Keilboots, Lederhose, Shirt mit coolem BlingBling Bild (Leihgabe von Bianka) und die dicke graue Longjacke.  Lulu hatte mir dann noch eine Bling Bling  Handtasche geliehen… So gut sind wir befreundet, sie leiht mir ihre Schätze 🙂 Mein Make Up war wie immer, nur diesmal orangeroter Lippenstift passend zu Shirt und Brille. Was mir an dem Tag aufgefallen ist, ist das mein ganzes Gesicht sehr hell ist. In Zukunft werde ich versuchen es mit dunklem Puder noch etwas mehr zu konturieren.

Weiter ging es in einen Drogeriemarkt wo ich mich mit Haarstyling Produkten eingedeckt habe. Lulu hatte mir am Vortag das Styling geübt und ich brauchte dann natürlich auch das entsprechende Zubehör. Einzelheiten werde ich dann noch in einem späteren Artikel beschreiben.

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Von dort wollten wir dann etwas Essen aber auf dem Weg lag noch ein C&A und mir fehlten noch ein paar einfache Longtops. Da meine männliche Seite immer öfters Inges Pullis anzieht und diese meist recht kurz sind braucht er noch etwas drunter. Da bieten sich Longtops in Kontrastfarbe einfach an. Tops gab es dort zwar nicht, aber eine unmotivierte Verkäuferin die ihre Begegnung mit Lulu nicht so schnell vergessen wird und ein lachsfarbenes Top im knitterlook.

Jetzt hatten wir aber Hunger und da es in dem Einkaufszentrum den besten Dönerteller der Stadt gibt wanderte der natürlich in unseren Magen. Den Kaffee wollten wir dann aber gemütlich zu Hause trinken, wo Lulu mir dann auch ihre rutschenden Hose vererbte. Ihr war sie inzwischen zu groß. Pech für sie, Glück für mich, ich habe jetzt zwei Lederhosen. Meine neue ist komplett aus weichem Lederimitat, eng geschnitten und mit Seitenreißverschluss. 🙂

IMAG5026H&M

Da war aber noch das Problem mit den Longtops, also ging es am Nachmittag noch einmal los. Auf nach H&M, mein Outfit habe ich mit meiner neuen, am morgen gekauften Tasche, einem neuen Tuch und neuem Schmuck ergänzt. so ging es also noch in die Innenstadt, wo Lulu mir zeigte das es auch in den “normalgrößen” Abteilungen etwas für mich gab. Die Tops fanden wir dort, dazu noch einen Shirtrock und in der Bigsize Abteilung noch zwei Shirts. Lulu begnügte sich mit einem schicken Lederrock im Bikerstyle.
IMAG5027An der Kasse zeigte die Verkäuferin Interesse an dem einen Shirt, das würde ihr ja auch gefallen.

Mein Einwand das sie dort mindestens zweimal hineinpasst, beantwortete sie mit “sie mag es etwas größer”… aber Lulu hatte ein wachsames Auge und so wanderte alles in meine neue Handtasche.
Wie sagte Lulu, eine große Frau braucht eine große Handtasche und wenn sie dann noch shoppingsüchtig ist, ist die auch noch sehr praktisch 🙂

Fazit

Das Fazit des Tages wir fallen auf, es interessiert sich aber niemand sonderlich für uns. Die Verkäuferinnen waren ausgesprochen Freundlich zu mir. Lulu bemängelt noch etwas das ich Rasierklingen unter den Armen habe und wenn ich nicht mit anderen interagiere sehr böse gucke.

Den Abend ließen wir wieder vor dem Fernseher ausklingen. Da Lulu ein Sky Abo hat gab es den Film “Der letzte König von Schottland” Ein Politthriller, bei dem es entgegen dem was man vermuten würde um den Ugandischen Diktator Idi Amin und seinen schottischen Leibarzt geht.
Ein sehenswerter Film, der zum Teil aber drastische Bilder zeigt. Der Typ muss richtig verrückt gewesen sein.