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Trans* Therapie

Nun sind es schon einige Monate in denen ich vollständig als Trans* frau lebe. Zeit für ein kleines Update. Im Web ließt man häufig von Problemen die im Alltag auftreten, ich kann aber zum Glück sagen das bei mir noch immer alles problemlos läuft.

Mein Outfit

Mein Outfit zum Gespräch, nachdem ich das Bild gemacht hatte wechselte ich noch zu einer schwarzen Jeans. Der Schmuck fehlt natürlich auch noch und die schwarze forty degrees noble punk Handtasche.

Begleitende Therapie 09.2016

Ende September war ich dann auch mal wieder zum Gespräch zur begleitenden Therapie. Die Fahrt wurde wieder wieder einmal etwas zügiger. Ganz Frau musste ich natürlich in letzter Sekunde noch die Blaue durch eine schwarze Hose ersetzen. Aber dank meinem weißem Flitzer kam ich Pünktlich an. Diesmal gab es nicht viel zu berichten. Schon zum letzten Gespräch hatte ich mein Leben nahezu umgestellt. Zumindest die alltäglichen Dinge und es stand nichts mehr an.
So fassten wir also noch mal das bisher geschehen zusammen und ich stellte heraus das es mir nun wesentlich besser geht und ich komme besser bei anderen Leuten an.

Läuft es zu gut?

Also alles gut, für die Psychotherapeutin wohl zu gut, sie fragte noch einmal direkt ob mir nicht schon mal negative Reaktionen aufgefallen sind. Zum Beispiel von Jugendlichen die ja eigentlich den Ruf haben nicht besonders tolerant Transgendern  gegenüber zu sein.
Aber nein, auch von denen kam bisher nichts und ich erzählte die Geschichte als ich zuletzt mit meiner Freundin im Primark, deren bevorzugtes Jagdgebiet, war. Hier lungerten vor dem Eingang und natürlich auch im Laden selbst jede menge dieser Spezies herum. Aber es passierte nichts, ich denke man hat uns nicht einmal wahrgenommen und das war noch in der Zeit vor meinem Outing.
Dann stellte sie mir noch die Frage ob ich an meinem alten Leben als Mann etwas vermissen würde. Dies konnte ich schnell mit nein beantworten, selbst als sie noch etwas nachbohrte und ich noch einmal darüber nachdachte, blieb es beim nein.

Stand Heute ist mein Leben um ein vielfaches freier und besser als früher, ich vermisse nichts von meinem alten Ich. So wünschte sie mir das es auch weiterhin so gut läuft und den nächsten Termin machten wir dann für den November aus.

4 Kommentare

  1. Schön zu hören Inge. Für viele anscheinend unverständlich, gerade Therapeuten, dass alles läuft. Mein Mann wird auch immer danach gefragt, ob es negative Erfahrungen gibt oder ob ich wirklich zu ihm stehe, und so weiter. Oft ist es ganz einfach, wenn man den richtigen Weg endlich geht, erscheint er viel heller und man selbst gibt sich ganz anders. Das spürt die Umwelt und reagiert entsprechend darauf. Je normaler und selbstbewusster man sich gibt, desto weniger beachten einen, kommt mir vor
    Liebe Grüße und schönes Wochenende

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    • Hallo Tanja,
      ich denke wenn man schon etwas “gereift” ist, kann man auch mit eventuellen negativen Erfahrungen umgehen und neigt auch nicht dazu so etwas über zu bewerten. Die Frage ob meine Partnerin zu mir steht kam auch schon öfters. Mir selbst war es früher gar nicht bewusst wie viel unterdrückt habe und es ist wie du schreibst, man zeigt sich offener und selbstbewusster und die Umwelt reagiert entsprechend. Das Selbstbewusstsein muss man allerdings auch erst lernen. Da hatte ich, wie dein Mann sicher auch von dir, die Hilfe von Heike und Alexandra. Jemand der ganz alleine da steht hat es mit Sicherheit schwerer.
      Viele Grüße Inge

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  2. was sollst du vermissen? Dein “männliches ICH” war eh nie wirklich im Vordergrund, ich kenne dich nun schon sooooo lange, du warst immer Inge, die guten Eigenschaften von beiden Geschlechtern (ja Männer haben gute Eigenschaften) sind bei dir schon immer perfekt kombiniert gewesen, was soll man vermissen was nie wirklich wichtig war?

    Schöne Woche *Kusshand
    Heike

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